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Alles rund um Suchmaschinenoptimierung und Social Media Marketing

SEO ist am Ende

Ein deutscher Professor prophezeit in einem Interview das Ende der Suchmaschinenoptimierung und wagt einen Blick in die Zukunft.

Eigentlich wollte ich nicht darüber bloggen, weil das schon einige andere gemacht haben – z.B. seo-united. Aber das Interview kann ich nicht so im Raum stehen lassen.
Manfred Leisenberg, Professor für Wirtschaftinformatik an einer deutschen Hochschule, sagt in einem Interview, dass SEO „unnötig und überholt“ ist. Weiters lässt Herr Leisenberg mit Theorien wie „Ich glaube, dass es immer weniger wichtig ist, bei Google ganz oben zu stehen“ aufhorchen. Sehr interessant auch folgende Aussage:
„Meinungen zum Kauf eines bestimmten Autos suche, schaue ich in speziellen Weblogsuchmaschinen, wie zum Beispiel Technorati, nach Erfahrungsberichten.“

Meine Meinung zu den Aussagen: 6! Setzen, Herr Leisenberg.

Die Theorie ist schön und gut, in der Praxis sieht es aber oft ganz anders aus: Der Großteil der User hat nicht die geringste Ahnung von Social Media oder von Blogs. Meist endet das Internet-Wissen beim E-Mail schreiben bzw. beim Recherchieren in Suchmaschinen (und selbst dort tippen manche sogar noch URLs ein). Mit Sicherheit sucht (fast) niemand Produktbewertungen in Blogs bzw. bei Technorati. Mit dem Wort Technorati assoziieren die meisten wahrscheinlich eher eine japanische Comic-Figur.
Erst heute habe ich bei internetworld gelesen, dass das große Mitmach-Web von den meisten nur passiv genutzt wird und die Probleme schon beim Breitbandanschluss beginnen und somit das Abspielen von Videoinhalten vielen gar nicht möglich ist.
Das Web 2.0 bzw. Social Media Marketing wird in Zukunft sicher weiter an Bedeutung gewinnen und ergänzend mit SEO den Online Marketing Bereich beleben. Aber ersetzt wird SEO dadurch nicht. Und außerdem: Wer weiß, vielleicht platzt die Web 2.0 Blase noch. 😉

SEO ist sicher nicht am Ende, ganz im Gegenteil: Die Branche wird weiter einen Aufschwung erleben. Formen bzw. Methoden der Suchmaschinenoptimierung werden sich in Zukunft wahrscheinlich ändern, aber genau das ist ja das Spannende daran.

P.s. Vielleicht ist das auch nur ein Linkbait der WirtschafsWoche – der Artikel bekommt sicher einige gute Links. 😉

Nachtrag: Die eine andere URL hab ich auf nofollow gesetzt bzw. gelöscht. 😉


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11 Reaktionen zu “SEO ist am Ende”

  1. Manfred Leisenberg

    Zunächst vielen Dank für die kritischen Bemerkungen und die Schulnote.

    Lassen Sie mich meinerseits ergänzen:

    Ich halte Suchmaschinenmarketing weiterhin für richtig und wichtig. Allerdings sollte Search Engine Optimization (SEO) zukünftig – im Kontext von Social Software – als Teilverfahren der Social Media Optimization betrachtet werden.

    Suchmaschinenenoptimierung ist nicht „am Ende“ weil sie schlecht oder grundsätzlich untauglich sei. Sie ist „am Ende“ einer Entwicklung angekommen. Über die letzten Jahre hinweg schien SEO der wichtigste Weg zu sein, die Popularität eines Portals zu steigern. Dabei leistet die Suchmaschine doch nichts anderes, als eine Art „Name Service“ zu sein. Sie verbindet Schlüsselworte mit URLs und listet die Adressen nach einem recht einfachen Priorisierungsalgorithmus. SEO versucht diesen Algorithmus mehr oder weniger erfolgreich auf der technischen Ebene für Zecke des Online- Marketing auszunutzen.

    Online- Marketing muss sich allerdings mit dem Erfolg der Social Software neu positionieren. Wie aus Untersuchungen bekannt ist, erzeugen bereits heute die Kunden und User in bestimmten Segmenten weitaus mehr Marketing- Informationen, als die Unternehmen selbst – und sie tun dies via „User Created Contend“ in Blogs, Wikis oder Community Anwendungen. Zudem müssen sich Unternehmen mit Ihren Produkten authentisch präsentieren und Online Relations mit den Kunden aufbauen. In solch einem veränderten Umfeld ist SEO für Zwecke eines optimalen Online- Marketing „am Ende“.

    Gebraucht wird ein integriertes Online- Marketing mit dem Werkzeugkasten „Social Media Optimization (SMO)“. SEO ist dann ein wichtiges Werkzeug – unter mehreren – in der SMO- Toolbox. Welche Bedeutung zukünftig das Page Ranking behält, ist abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass neue Faktoren, wie z.B. die Positionierung in den Social Bookmark- Diensten, erheblich wichtig werden. In solch einem Zusammenhang ist dann „immer weniger wichtig, bei Google weit oben zu stehen“ – stattdessen wird der Erfolg von Online- Marketing- Massnahmen durch eine Kombination mehrerer Parameter gemessen werden

    In diesem Sinne bitte ich meine Aussagen im WIWO- Interview zu verstehen.

    Über Ihre weiteren Bemerkungen würde ich mich sehr freuen,

    Manfred Leisenberg

  2. Cottbuser Jung

    Aber letztlich sagt doch das Interview nicht viel neues, oder? Das Grundprinzip heißt doch letztlich nur allein Marketing Mix. Ob es jetzt in der digitalen Welt ist oder in der offline-Welt. Das Prinzip steht schon ewig in Büchern.

    Zudem ist doch immer noch die Frage, ob der ganze Aufwand mit SMO immer im Verhältnis zu dem, was möglich ist, steht. Wenn man bei ausgewählten hart umkämpften Suchbegriffen auf Platz 1 steht, ist es eigentlich fast egal, ob man noch SMO als Unternehmen macht oder nicht. Solange der Marktanteil von Google in Deutschland bei 90% liegt. Klar kann man mit SMO einige viele Besucher bekommen und ist für junge Websites von Vorteil, damit das laufende Geschäft funktioniert.

    Dennoch behaupte ich auch, dass viele Unternehmen noch gar nicht einmal die ganzen Möglichkeiten kennen, neben einer passiven Website was fürs Unternehmen im Internet zu tun. Meist verstehen diese Leute auch nix davon oder was noch der Fall sein kann, Sie wollen das gar nicht nutzen, weil es dem Image nicht entspricht …
    Manchmal kann der tolle Gedanke „User Created Contend“ für Unternehmen gefährlich werden, weil der Informationsfluss nicht gesteuert werden kann.
    Was mir noch dazu einfällt – wie überall – es ist noch viel leichter für Unternehmen mit den SMO Sachen die Realität zu verfälschen, als es durch SEO geht. Ich kreiere einmal jetzt den Begriff SMO-Spam, der zunehmend zu verzeichnen ist… und da stehen wir wieder an der Stelle, wo Google gerade kämpft.
    Fazit: es gibt vieles was dafür spricht, vieles was dagegen und der Marketing-Mix macht es, ob es jetzt SEO, Werbeanzeigen oder SMO ist.

  3. Klaus Hochreiter

    Herzlichen Dank für Ihr Kommentar, Herr Leisenberg.

    In Ihrem Artikel bezeichnen Sie SEO aber wörtlich als „unnötig und überholt“, jetzt in dem Kommentar als „richtig und wichtig“. Welchen Standpunkt vertreten Sie nun?

    Wie ich bereits in meinem Post erwähnt habe, gewinnen Social Medias immer mehr an Bedeutung und sollten mittlerweile Bestandteil einer guten Suchmaschinenoptimierung sein. In 10 Jahre wird es wahrscheinlich die Suchmaschinenoptimierung so wie wir sie heute kennen wohl nicht mehr geben, sondern in einer anderen Form an die man sich und seine Methoden anpassen muss.

    Irgendwie wurde meine anfängliche Vermutung eines Linkbaits mittlerweile deutlich gestärkt!

    P.s. Ich wollte auch mal selbst Schulnoten vergeben 😉

  4. Constantin

    Wie ich auch auf unserem Blog auch schon erwähnt habe, fehlt mir eine Differenzierung.

    Dienen gute Positionierung bzw. Traffic am Allgemeinen in Suchmaschinen etwa nur zu Marketingzwecken?

    Es gibt Bereichte, in denen kann das Web 2.0 nicht wirklich anknüpfen und genau hier braucht es die Differenzierung.

    Klar, wenn ich Produkte und insbesondere Bewertungen dieser Suche, nutze ich nicht unbedingt eine Suchmaschine, sondern schaue gerne mal in Web 2.0 Portalen. Hier ist man aber auch gewillt, Zeit zu investieren.

    Wenn ich aber Informationen für meine Studienarbeit suche, dann stehen mir sämtliche Web 2.0 Inhalte ehr im Wege.
    Auf der Suche nach Daten & Fakten werden die Leute auch weiterhin Suchmaschinen im klassischen Sinne benutzen.

    Constantin

  5. WEB 2.0 & SEO

    Ich glaube Herr Leisenberg hat sich einfach etwas zu sehr zugespitzt in seinem Interview zum Thema geäussert! Nun ja war schliesslich auch ein Interview, da will man immer ein wenig anecken und die Reaktionen der Medien bzw. in dem Fall der SEOs sehen. 😉

    Aber alles in allem eine höchst erfolgreiche Aktion um auf sich aufmerksam zu machen, der virale Effekt ist eingetretten.

  6. Basis Denken » Blog Archive » SEO am Ende?

    […] Seo ist am Ende […]

  7. Nick Sadetzky

    Die Suchmaschinenoptimierung ist auch ein Thema was sich weiterhin in rasantem Tempo entwickeln wird und sicherlich nicht am Endpunkt der Entwicklung angelangt ist. Die Suchmaschinen verändern ständig die Algorithmen und man muss immer Up to Date sein. Früher waren z.B. Webkataloge ein A und O. Mittlerweile sieht das ganz anders aus… Auch in Zukunft werden die SEO Firmen sicherlich dringend gebraucht werden.

  8. Manfred Leisenberg

    Ich habe mich zu der Problematik nochmals ausführlich in einem Interview mit dem PR BLOGGER geäussert. Bei Interesse bitte hier nachlesen: http://klauseck.typepad.com/prblogger/2007/12/25-nachgebloggt.html
    Über weitere Diskussionen freue ich mich natürlich sehr.
    Beste Grüsse,

    Manfred Leisenberg

  9. Salah Eddine Ait Mokhtar

    ich sehe es genauso wie viele meiner Vorredner ..
    SEO ist noch lange nicht am Ende -> das ganze entwickelt sich noch …
    gibt halt viele spamer die ihren spam als SEO bezeichnen .. und ich denke das diese „schwarzen schafe“ mit der Zeit weniger werden …

  10. michael

    Ui heute stoße ich erstmalig auf diesen Artikel….. da muss ich doch erst mal schmunzeln. Selbst heute, also quasi zwei Jahre später kann ich mir noch kein ende von SEO vorstelln. Aber selbst wenn werden sich aus diesem niedergang sicherlich zwei bis drei neue wege auftun.
    Irgendwas, irgendwer und irgendwo muss immer was optimiert werden.

  11. Big-D

    Und wieder ist ein halbes Jahr seit dem letzten Kommentar vergangen und immer noch dreht sich alles um SEO, ich sehe auch keinen Grund warum sich das in Bälde ändern sollte!

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